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Wasserbett: Test & Empfehlungen ([kb_sdate])

(Bildquelle: Davydov/ 123rf.com)

Man kann sich darüber streiten, wie viel Schlaf man effektiv braucht, um erfolgreich bei der Arbeit zu sein. Genügen vier Stunden? Oder braucht der Körper doch mindestens sieben?

Doch ebenso wichtig wie die Stundenanzahl, wenn nicht wichtiger, ist die Wahl des Bettes. Von Boxspring- bis zum Futonbett, bei der Auswahl sieht man vor lauter Bäumen den Wald kaum mehr. Eine Variante unter vielen ist das Wasserbett. Jeder, auch du hast schon davon gehört. Doch, wie sieht ein Wasserbett überhaupt aus? Und für wen eignet es sich?

Wir haben für dich die zwei besten Wasserbetten 2021 verglichen und rausgesucht. Mit den folgenden Informationen, liste ich dir die wichtigsten Vor- und Nachteile auf und gebe dir Inputs, was alles bei Wasserbetten zu beachten ist. Das soll dir die Kaufentscheidung möglichst einfach machen.

Das Wichtigste in Kürze

  • Das Wasserbett bietet optimalen Schlafkomfort und passt sich ideal jedem Körper an. Der Härtegrad und die Temperatur sind individuell verstellbar, was einen erholsamen und gesunden Schlaf garantiert.
  • Für Menschen mit Rückenschmerzen oder Nackenweh eignet sich das Wasserbett perfekt. Auch Allergiker können sich freuen: Milben, die sich im tiefsten Inneren vom Bett einnisten? Keine Chance.
  • Zwar muss man beim Kauf auf die Zähne beissen, denn ein Wasserbett ist vergleichsweise teuer, jedoch rentieren sich die Kosten durch die hohe Lebensdauer des Wasserbettes.

Kauf- und Bewertungskriterien für Wasserbetten

Super, jetzt hast du dich für eine Grösse des Wasserbettes entschieden. Fehlen nur noch die Details. Denn, was das Wasserbett besonders macht, ist dessen Konstruktion und verschiedenen Modelle.

Im Folgenden sind Kriterien aufgelistet, mit deren Hilfe du Wasserbetten miteinander vergleichen kannst:

  • UNO- / DUAL-System
  • Das Heizsystem
  • Einstellung des Härte- / Beruhigungsgrad
  • Füllmenge
  • Pflege
  • Kosten

Um was es sich bei all diesen Kriterien handelt, wird dir in den nächsten Abschnitten erklärt.

UNO- /DUAL-System

Differenziert werden die beiden Systeme folgend: Von einem UNO-System redet man, wie es der Name schon sagt, wenn das Wasserbett von einem System angetrieben wird. Es besteht also aus einem Wasserkern und einem Heizsystem.

Heisst, zuständig für das Auffüllen, die Druckregulierung etc. ist nur eine Wasserblase. Aus diesem Grunde, wird auf den meisten Webseiten davon abgeraten, sich als Paar für ein UNO-Wasserbettsystem zu entscheiden.

Das DUAL-System besteht im Gegensatz zum UNO-System, aus zwei durch eine Thermotrennwand separierte Matratzen. Darum weist das System auch viele Vorteile auf.

Dreht sich der eine etwas ruckartig auf die Seite, spürt der Partner höchstens eine leichte Druckveränderung. Dies widerlegt auch den Mythos des Wasserbettes eine durchgehende Welle, bei jeder kleinsten Bewegung zu spüren.

Jeder Partner kann individuell seinen Härte- und Beruhigungsgrad wählen. Zudem kann jeder seine eigene Temperatur bestimmen, da es von zwei unabhängigen Heizsystemen gewärmt wird.

Das Heizsystem

Wasser in seinem Ruhezustand ist zu kalt für den Körper eines Menschen. Folglich, muss eine Heizung konstant das Wasser in der Matratze gewärmt halten. Eine ideale Temperatureinstellung gibt es nicht, denn jeder Mensch mag es anders.

Das Thermostat dient dazu, die eingestellte Temperatur konstant zu halten, damit es zu keinen Temperaturschwankungen kommt. Die Heizmatte oder das Heizelement sind so abgeschirmt, dass keine elektromagnetische Strahlung (Elektrosmog) entstehen kann. Heutzutage ist ein automatischer Überhitzungsschutz in den Heizelementen integriert.

Wie schon erwähnt ist die Temperatur manuell einstellbar. Gewisse Hersteller bieten jedoch verschiedene Temperaturspektren an. Diese variieren von 26 -36 Grad Celsius zu 28-38 Grad Celsius.

Einstellung des Härte- / Beruhigungsgrad

Wer vor hat sich ein Wasserbett zu zutun, wird bei seiner Recherche immer wieder über den sogenannten Härte-/Beruhigungsgrad stolpern. Wie auch bei herkömmlichen Matratzen kann auch beim Wasserbett die Härte der Matratze variieren. Anstatt vom „Härtegrad“ zu reden, wird jedoch der Term Beruhigungsgrad bei Wasserbetten verwendet. Wie auch die Temperatur in den meisten Fällen individuell anpassbar ist, sollte auch der Härtegrad einstellbar sein.

Die Beruhigungsstufen beim Wasserbett setzen sich aus ins Wasser gelassenen Vlies-Einlagen zusammen, die schwimmen und somit den Körper an den wichtigen Positionen anheben, ohne die Stellen, die einsinken müssen, daran zu hindern. Aus diesem Grund, ist es praktisch unmöglich völlig in das Wasserbett einzusinken, denn das System erstreckt sich über die gesamte Liegefläche.

Sie müssen also nicht zu hart oder zu weich schlafen, sondern auf einer Schlafunterlage, die genau auf Ihren Körper abgestimmt ist.

Doch wie genau bestimme ich die richtige Beruhigungsstufe für mich?

In der Wasserbettsprache wird bei den Beruhigungsstufen von Nachschwingzeit geredet. Auf Deutsch, wie lange die Matratze nachschwankt, nachdem du dich bewegt hast. Es gilt: Je weniger Vliesunterlagen, desto mehr reagiert die Matratze auf Bewegungen.

Anzahl VliesNachschwingzeitBeruhigung in Prozent
09-12 Sek.0%
14-8 Sek.30%
22-4 Sek.50%
31-2 Sek.70%
41 Sek.90%
50.5-1 Sek.95%
60.5 Sek.98%

Füllmenge

Hand in Hand mit den Beruhigungsstufen geht natürlich die ideale Füllmenge für dein Wasserbett. Unser Körper reagiert sofort, wenn die Füllmenge nicht stimmt.

Anzeichen zu geringer Füllmenge sind:

  • Die Wirbelsäule fühlt sich an, als würde sie auseinander gezogen
  • „Hängemattengefühl“ in der Rückenlage
  • Nackenschmerzen, sowie Schmerzen im Lendewirbelbereich
  • Das Umdrehen fällt einem schwierig, da man zu tief in der Matratze versinkt

Anzeichen für eine zu hohe Füllmenge:

  • Die Wirbelsäule fühlt sich „zusammengestaucht“ an
  • Schmerzen im oberen Halswirbel
  • Spannungen im Schulterbereich

Was ist jetzt also die richtige Füllmenge?

Du kannst dir das ganze mit einer Badewanne-Analogie vorstellen. Die Badewanne füllst du ja auch nur bis zu zwei Dritteln auf, um mögliches Überschwappen vom Wasser zu vermeiden, aber dennoch genügend Wasser in der Wanne zu haben, was den ganzen Körper eintaucht.

Ähnlich ist es bei der Matratze eines Wasserbettes. Es sollte noch genügend Spielraum haben, um deinen Körper optimal zu stützen. Grundsätzlich sollte deine Wirbelsäule eine horizontale Linie aufweisen, wie im folgenden Bild zu sehen ist.

Pflege

Jetzt hast du deine perfekte Matratzengrösse, dein Heizsystem und deinen persönlichen Beruhigungsgrad eingestellt. Spätestens jetzt fragst du dich, wie du all diese Materialien in Takt hältst.

Die Pflege eines Wasserbettes ist in zwei Schritte geteilt.

  • die Innenreinigung
  • die Aussenreinigung

Bei der Innenreinigung handelt es sich um die Wasserqualität. Diese sollte rund um die Uhr kontrolliert werden, denn niemand will sich später mit Algen, Schimmelpilze oder Bakterien herumschlagen.

Entgegen der Annahme, dass man das Wasser eines Wasserbettes regelmässig auswechseln muss, ist das Gegenteil der Fall. In der Regel reicht es eine Flasche Conditioner pro Jahr ins Wasser zu geben. Zudem enthält der Conditioner Zusatzstoffe, die das Vinyl bzw. das Außenmaterial der Wassermatratze weich und geschmeidig halten. Experten empfehlen einen Halbjahresrhythmus der Innenreinigung.

Die Aussenreinigung sollte regelmässig vorgenommen werden. Da die meisten Matratzen aus einem Vinyl-Stoff bestehen, sollte dieser wie auch bei einer gewöhnlichen Matratze gewaschen werden.

Wasserbetten sind ohnehin schon so beschaffen, dass sie Mikroorganismen- oder Milbenablagerungen vermeiden, was Allergikern zu Gute kommt.

Wasserbetten werden beheizt. Die konstante Wärme bewirkt einen schnellen und stetigen Abtransport von Feuchtigkeit aus dem Bezug in den Raum. Milben bevorzugen Humidität, weswegen sie diese schon weniger in ihrer Matratze finden werden. Zudem hat das Wasserbett eine undurchlässige Schicht, auf deren Oberfläche sich die Milben sammeln und nicht ins Innere eindringen können.

Kosten

Wer vor hat sich ein Wasserbett zu zutun, sollte wissen in welchem Preissegment sich gute Wasserbetten befinden. Denn anders als bei gewöhnlichen Betten, sind auch die günstigsten Modelle noch teuer.

Der Preis für Wasserbetten variiert von 1’000 bis 3’000 Euros. Wie alles, hängt es natürlich von vielen Faktoren wie die Qualität, Grösse und Konstruktion ab.

Wenn du dich für ein Wasserbett entschieden hast, kommen nun noch die Anschaffungskosten hinzu. Benötigte Materialien wie ein Heizsystem, eine Wasserpumpe und Pflegemittel, ausserdem die ganzen Wasserkosten, die Wasseraufbereitung und zum Schluss auch den Strombedarf, bereiten Kosten. Das Wasserbett ist eine teure Investition, rentiert sich aber durch seine hohe Lebensdauer.

Denn anders als bei gewöhnlichen Betten, sind auch die günstigsten Modelle noch teuer.

Da du jetzt alle Fakten den Wasserbettkriterien hast, gibt es nur noch eine Entscheidung, die du fällen musst: Soft- oder Hardside?

Entscheidung: Welche Arten von Wasserbetten gibt es und welche ist die richtige für dich?

Die Geschichte des Wasserbett geht tief in die Vergangenheit zurück. Schon die nomadischen Wüstenvölker spielten mit der Idee eines Wasserbettes. Denn das Prinzip einen Wasserbeutels, welcher sich tagsüber in der Sonne erhitzt und die Wärme für die Nacht speicherte, bewährte sich. In den 1960er Jahren folgte dann erstmals der Verkauf auf dem Markt.

TypEigenschaften
SoftsideDas Softside Wasserbett konnte mit seiner komplexen Konstruktion das Pionier-Modell Hardside überholen. Durch den Schaumstoffrand ist der Ein- und Ausstieg erleichtert, zudem hat es weniger Wärmeverlust aufgrund besserer Isolierung
HardsideDas Hardside Wasserbett hat den Nachteil eine weniger gute Isolierung zu haben und somit fallen mehr Stromkosten an.

Über die Jahre setzten sich besonders zwei Arten von Wasserbetten durch: Das Softside- und das Hardsidewasserbett.

Das Softside Wasserbett

Das Softside Wasserbett enthält einen Wasserkern, welcher in einer wärmedämmenden Wanne liegt. Folglich, hat ein Softside Wasserbett eine viel bessere Isolierung und somit weniger Wärmeverlust.

Zudem besitzt ein Softside Wasserbett eine Schaumstoffumrandung, was den Ein- und Ausstieg erleichtert. Der Rahmen bietet also die Möglichkeit auch auf den Seiten zu sitzen.

Pros
Gute Isolierung, weniger Heizkosten
anpassbar an verschiedene Bettgestelle
Ein- und Ausstieg komfortabler, durch dessen Schaumstoffrand
weniger Gewicht
Cons
Gesamte Liegefläche ist limitiert durch Aussenrand
spezielle Bezüge aufgrund dessen Grösse benötigt

Das Hardside Wasserbett

Das Hardside Wasserbett, das Pionier-Modell, ist im Grunde genommen ein Wassersack, welcher durch ein hölzernes Gestell in Form gehalten wird. In dessen Rahmenkonstruktion ist eine Heizung eingebaut, um das Wasser aufzuwärmen.

Durch die Konstruktion kann der Wasserkern die gesamte Liegefläche ausnutzen. Verlässt man das Bett, sinkt es stark ein und hat somit eine grosse Höhendifferenz zum Rahmen.

Das Hardside-Modell wurde aber mit der Zeit vom Softside-Modell überholt, da jenes mehr Komfort bat.

Pros
die gesamte Liegefläche wird ausgenutzt
Für Handwerker: Bettgestell kann selber zusammengebaut werden
Cons
Ein- und Ausstieg sind durch Bettgestell erschwert
schlechtere Isolierung aufgrund fehlendem System sorgt für höhere Heiz- und Stromkosten

Ratgeber: Häufig gestellte Fragen zum Thema Wasserbetten ausführlich beantwortet

Für wen eignet sich das Wasserbett?

Grundsätzlich ist das Wasserbett für jeden eine gute Investition. Allergiker haben einen grossen Vorteil darin, dass Milben praktisch keine Chance haben, sich in der Matratze einzunisten.

Gerade für Menschen, welche an Rücken- oder Gelenkschmerzen leiden, kann das Wasserbett zur Linderung der Schmerzen beitragen. Bekanntlich lockert Wärme Verspannungen, weswegen ein Wasserbett mit seinem Heizsystem optimal dafür ist. Die Temperatur kann jeder selber einstellen, was auch Frierern und Schwitzern zu Gute kommt.

Ein Wasserbett eignet sich praktisch für Jedermann. (Bildquelle: 123rf.com / 47271483)

Auch für Kandidaten, welche einen Bandscheibenvorfall erleidet haben, ist das Wasserbett meist die Rettung in der Not. Durch seine Konstruktion entstehen keine Druckpunkte. Die Bandscheiben sind das elastische Gewebe zwischen den Wirbeln, welche dazu dienen Stosse gegen die Wirbelsäule zu dämpfen. Durch das Wasserbett können diese (durch natürliches Liegen ohne „Zwangshaltung“) sich wieder rehabilitieren.

Wo kann ich ein Wasserbett kaufen?

Wasserbetten findest du in jedem grossen Warenhaus und auch auf vielen Online-Anbietern, wie Amazon und Ebay.

Wichtig beim Kauf eines Wasserbettes ist jedoch die Beratung. Aus diesem Grund eignet es sich persönlich in ein Warenhaus zu gehen und sich vom Fachpersonal beraten lassen. Denn guter Schlafkomfort ist nur garantiert, wenn alles auf deine individuellen Masse und Bedürfnisse abgestimmt ist.

Wieso und wie oft muss man ein Wasserbett entlüften?

In den ersten Wochen sollten sie das Wasserbett öfters entlüften, damit sich die ideale Wassermenge einpendelt. Experten reden von einmal wöchentlich für einen Monat.

Spätestens wenn glucksende Geräusche von der Matratze zu vermerken sind, solltest du das Wasserbett entlüften. Nicht nur ist der Bakterienbefall zu vermeiden und das Vlies zu schützen, auch beeinträchtigt eine klatschende Matratze ihren Schlafe. Denn diese Geräusche sind Folgen der Bläschenbildung im Wasserkern.

Ist der Umzug mit einem Wasserbett erschwert?

Ja, das Umziehen mit einem Wasserbett erfolgt in mehreren Etappen. Zum einen da das Wasserbett aus vielen Zusatzelementen besteht, wie eine Heizung etc., zum anderen da ein Wasserbett, wie der Name schon hergibt, aus Wasser besteht.

Zuerst sind Werkzeuge wie eine Wasserpumpe erforderlich. Das Wasser kannst du im Waschbecken oder gar in der Toilette ablaufen lassen. Wichtig ist das Bett in einem Vakuum abzupumpen und zu transportieren. Stell also sicher, dass sich kein Wasser mehr in der Matratze befindet.

Dann kannst du anfangen, die Matratze zusammenzufalten, hier gilt; Achtung vor spitzen Gegenständen, welche das Material beschädigen könnte. Die weiteren Elemente (Pumpe, Heizsystem…) einfach im Umzugswagen transportieren.

Wie ist Sex im Wasserbett?

Eine Frage, welche jeden Wunder nimmt aber nirgends wirklich beantwortet wird. Wie fühlt es sich an?

Statistiken oder Beiträge dazu lassen keine klare Antwort festlegen. Für manche schwankt das Wasserbett zu viel, selbst wenn sie den höchsten Beruhigungsgrad eingestellt haben. Für andere heisst die optimale Liegeeinstellung umso mehr Genuss.

Ob Sex im Wasserbett besser oder schlechter ist, müssen Paare ganz für sich alleine herausfinden. (Bildquelle: 123rf.com / 111744455)

Fakt ist: Um diese Frage zu beantworten, musst du selber aktiv werden. Aber bitte nicht beim Probeliegen im Warenhaus!

Wie beheize ich das Wasserbett und warum?

Die meisten Wasserbettmodelle sind mit verschiedenen Heizsystem kompatibel. Du hast also die Wahl jede Heizung an dein Wasserbett zu montieren. Eine Heizung ist jedoch ein Muss, da die normale Wassertemperatur zu kalt für deine Körpertemperatur ist.

Wie baue ich das Wasserbett auf/ab?

Viele Warenhäuser bieten aufgrund dieser Nachfrage, einen Umzugsservice für Wasserbetten an. Trete einfach mit deinem Verkäufer in Kontakt. Für Leute die lieber in Eigenregie handeln, sollte das Bett sorgfältig und schrittweise abgebaut werden. Am besten funktioniert der Auf- und Abbau, wenn mehrere Menschen Hand anlegen.

[1] https://www.deinschrank.de/blog/trend-wasserbett/

[2] https://www.wasserbetten-stuttgart.com/hardside-wasserbetten-softside-wasserbetten-wo-sind-die-unterschiede.html

[3] https://www.movu.ch/ratgeber/wasserbett/