Home » Einkaufsführer » Holzbett

Bett aus Holz: Test & Empfehlungen (2021/06)

Ein Bett aus Holz zählt zu den Klassikern unter den Schlafzimmermöbeln. Es ist langlebig und sorgt für erholsamen Schlaf. Durch die unterschiedlichen Holzarten und die angebotenen Designs kann jeder Stil verwirklicht werden. Auch die Anpassung von Rahmenhöhe, Einlegetiefe und Bettgröße ist leicht möglich. Im Unterschied zu anderen Betten ist ein Bett aus Holz aufgrund der verwendeten Holzart und der Maserung immer ein Unikat.

Mit unserem Bett aus Holz-Test 2021 wollen wir dich unterstützen, das richtige Holzbett für dich zu finden. Wir haben unterschiedliche Betten aus Holz miteinander verglichen und die wichtigsten Fakten für dich zusammengefasst. Weiters zeigen wir die Vor- und Nachteile einzelner Betten aus Holz, um dir die Kaufentscheidung zu erleichtern.

Das Wichtigste in Kürze

  • Betten aus Holz zeichnen sich durch die Eigenschaften der in der Herstellung verwendeten Weich- und Harthölzer aus. Die Holzart ist ausschlaggebend für Robustheit, Gewicht und Empfindlichkeit gegenüber äußeren Einflüssen. Im Gegensatz zu herkömmlichen Betten wirkt sich das natürliche Material positiv auf das Raumklima aus.
  • Unterschieden wird zwischen Vollholz,- Massivholz,- Teilmassivholzbetten und Betten aus Furnier. Erstere werden meist lackiert, geölt, gewachst oder unbehandelt angeboten. Ein bequemes Holzbett ist in Rahmenhöhe, Einlegetiefe der Matratze und Größe der Liegefläche auf deine individuellen Bedürfnisse abgestimmt. Kombinationen mit Stoff, Leder oder Metall verleihen dem Holzbett einen besonderen Stil.
  • Betten aus Massivholz oder Vollholz benötigen eine spezielle Pflege und Raumtemperatur. Regelmäßige und gute Holzpflege sorgt für lange Haltbarkeit. Betten aus Holz bieten den Vorteil, dass du sie bei Bedarf abschleifen kannst und sie dadurch wie neu aussehen. Furnier ist zwar pflegeleichter, zeigt aber schnell Kratzer. Beschädigungen am Furnier können kaum entfernt werden, daher werden diese Holzbetten als kurzlebig eingestuft.

Kauf- und Bewertungskriterien für Betten aus Holz

Du bist auf der Suche nach einem Bett aus Holz, dass perfekt zu dir passt und überlegst, nach welchen Kriterien du deine Auswahl treffen sollst? Wir haben die wichtigsten Kriterien für dich zusammengefasst und zeigen dir, welche Aspekte bei der Auswahl des passenden Holzbettes wesentlich sind.

In den folgenden Absätzen zeigen wir dir, worauf es beim Kauf eines Holzbettes ankommt.

Holzart

Die Holzart ist für die Robustheit, den Charakter und die Eigenschaften des Bettes ausschlaggebend. Unterschieden wird bei Massiv- und Vollholzbetten zwischen Weichhölzern und Harthölzern. Günstigere Alternativen sind Teilmassivholzbetten und Holzbetten aus Furnier.

  • Weichhölzer: Zu den Weichhölzern zählen Nadelhölzer wie Kiefer, Fichte, Lärche, Tanne, Zirbe, Erle und Linde. Sie sind leichter und weicher und somit empfindlicher gegenüber äußeren Einflüssen wie Beschädigungen und Kratzern.
  • Harthölzer: Hartholz umfasst Laubbäume wie Eiche, Buche, Kirschbaum und Nussbaum. Sie sind durch eine enge Gefäßstruktur und einen hohen Faseranteil gekennzeichnet. Dadurch wird das Holz schwerer und fester.
  • Furnier: Bei Furnier handelt es sich um dünne Holzblätter, die direkt vom Stamm gewonnen und auf tragende Platten aus Furnierholz oder auf Spanplatten aufgetragen werden. Dadurch ist es ergiebiger als Massivholz und preiswert.

Betten aus Weichhölzern weisen einen erhöhten Ausstoß natürlicher Terpene auf. Dies ist vor allem bei Allergikern zu beachten, denn sie können auch auf die natürlichen Ausdünstungen des Holzes reagieren. Weiters werden Nadelhölzer im Frühjahr oft chemisch gegen Borkenkäfer behandelt, was aus gesundheitlichen Aspekten als problematisch angesehen wird.

Die Holzart ist entscheidend und sollte vor dem Kauf gut überlegt werden. Wenn du deine Möbel öfter wechseln möchtest, kann ein Bett aus Furnier eine gute Lösung sein. Im Gegensatz dazu punktet ein Bett aus Hartholz durch sehr lange Haltbarkeit.

Holzschutz

Betten aus Vollholz und Massivholz werden vom Hersteller häufig mit Holzschutz wie Lack, Öl oder Wachs versehen. Diese schützen das Holz vor Feuchtigkeit und Schmutz und verleihen dem Holz einen leichten Glanz. Mit Öl oder Wachs behandeltes Holz sollte alle 6 bis 12 Monate bzw. nach Verschleiß aufgefrischt werden.

Eine Lackoberfläche bildet einen geschlossenen Film. Das Holz kann kein Wasser aufnehmen, die Oberfläche ist strapazierfähig. Auch Maserung und Farbe des Holzes leuchten intensiver. Der Lack wird nur erneuert, wenn der alte abgenutzt ist. Weiters ist es widerstandsfähiger gegen Wasser als rohe oder geölte Flächen.

Öl dringt in das Holz ein und schützt die Oberfläche dauerhaft vor Feuchtigkeit und Schmutz. Im Fachhandel werden spezielle Öle zur Pflege von Holzbetten angeboten. Geölte Oberflächen sind empfindlicher wie lackierte. Hartnäckige Verschmutzungen erfordern eine Überarbeitung durch schleifen und auftragen einer neuen Ölschicht.

Wachs zieht nur oberflächlich in das Holz ein, es wird fest und härtet aus. Die Oberfläche wird glänzend, Farbe und Struktur werden hervorgehoben. Wird das Möbel danach gebürstet, festigt sich die Wachsschicht und glänzt.

Die Oberfläche von Betten aus Holz völlig unbehandelt zu belassen wird im Falle einer Allergie angeboten. Als Alternative kann hier auf natürliches Öl bzw. Wachs, zurückgegriffen werden.

Bettkasten

Ein Bettkasten bietet zusätzlichen Stauraum im Schlafzimmer. Angeboten werden Schubkästen, Schubladen, Bettkästen oder ein Kopfteil mit Stauraum und Ablagefläche.

Ein Bett aus Holz lässt sich leicht mit Bettkasten oder Schubladen ergänzen. Holzbetten in Komforthöhe bieten einen guten Stauraum unter dem Bett. Das kann beim Kauf beachtet werden.

Ein Bettkasten hat Vorteile und Nachteile. Mit Bettkasten hast du mehr Stauraum, ohne ist die Belüftung der Matratze besser.

Ein Bettkasten mit Schubladenfunktion sollte geeignete Rollen für den jeweiligen Boden des Schlafzimmers aufweisen, um Kratzer im Parkett oder Laminat zu vermeiden. Zu bedenken ist weiters, dass für das Herausziehen der Schublade zusätzlich Platz benötigt wird. Alternativ gibt es die Möglichkeit eines fixen Bettkastens der über das Anheben von Lattenrost und Matratze zugänglich ist.

Wenn du dich für ein Holzbett mit Bettkasten entscheidest, solltest du auf Federkernmatratzen und Latexmatratzen verzichten. Diese benötigen eine höhere Belüftung als eine Kaltschaum- oder Visco-Matratze.

Abmessungen

Ein Bett aus Holz kann ideal an deine Bedürfnisse angepasst werden. Grundlegend sind dabei deine Körpergröße und die daraus resultierende Liegefläche, eine bequeme Sitzhöhe und die Einlegetiefe der Matratze. Im Folgenden findest du eine Beschreibung der einzelnen Abmessungen:

  • Rahmenhöhe ohne Matratze: Die Rahmenhöhe ist der Abstand vom Boden bis zur Oberkante des Bettrahmens. Beim Rahmen kann auf Verarbeitungsqualität, Material und Einfachheit der Montage geachtet werden. Betten in Komforthöhe von etwa 47 Zentimetern bieten einen bequemen Ein- und Ausstieg und du schläfst auf Sitzhöhe. Wenn du auf der Bettkante sitzt und dein abgewinkeltes Knie einen 90-Grad-Winkel bildet, hast du die ideale Höhe gefunden.
  • Einlegetiefe: Dies ist der Abstand zwischen der Oberkante des Rahmens und der Leiste, auf der der Lattenrost liegt. Betten aus Holz verfügen über eine Einlegetiefe oder Lattenrostabsenkung, damit die Matratze nicht verrutscht. Hier soll immer so viel Platz vorhanden sein, dass die Matratze mindestens 3 bis 4 Zentimeter im Bettrahmen einliegt. Doppelbetten sollten zusätzlich über eine Mittelleiste als Auflagefläche für den Lattenrost verfügen.
  • Liegefläche: Hierbei handelt es sich um die Länge und Breite der Matratze. Reguläre Bettgrößen reichen von 90 x 200 Zentimetern bis 200 x 200 Zentimetern. Unterlängen weisen eine Länge von 190 Zentimetern auf, Überlängen sind auch mit 210 oder 220 Zentimetern Länge erhältlich. Holzbetten in Online-Shops sind häufig in vielen unterschiedlichen Größen erhältlich, auch in Überlängen. Auch Maßanfertigungen sind keine Seltenheit. In diesem Fall ist eine Rückgabe meist nicht möglich.

Die genannten Abmessungen sind wesentlich für den Liegekomfort und die Zufriedenheit mit deinem künftigen Holzbett. Wenn du dich vor dem Kauf mit diesen Kriterien beschäftigst, zahlt es sich in jedem Fall aus.

Unterfederung

Bei der Unterfederung handelt es sich um den Lattenrost, der Einfluss auf die Schlafqualität hat.

Der Lattenrost ist für die Belüftung der Matratze wesentlich. Die Luft zirkuliert durch die Abstände zwischen den Leisten. Dadurch wird Feuchtigkeit von der Matratze abtransportiert und die Gefahr von Geruchs- und Schimmelbildung eingedämmt.

Auch der Härtegrad einer Matratze wird durch die Unterfederung beeinflusst. Mit einem festen Rost und starren Latten liegt man härter auf der Matratze. Ein gut gefederter Rost führt bei einer festen Matratze zu einem weichen Liegegefühl.

Matratzen und Lattenrost werden häufig mit Zoneneinteilungen angeboten. Diese umfassen Schulter- und Beckenzone sowie eine Mittelzonenverstärkung. Im Schulter- und Beckenbereich sind die Leisten flexibel. Die Mittelzone umfasst den Bereich der Wirbelsäule. Hier können die Leisten durch Schieber individuell eingestellt werden, je nachdem ob du lieber weich oder fest auf der Matratze liegst.

Wenn du dich für einen elektrisch verstellbaren Lattenrost entscheidest, achte darauf, dass ausreichend Abstand zwischen Boden und Lattenrost ist. Der Motor benötigt Platz und wird unter dem Lattenrost platziert. Betten mit Bettkasten sind hier ungeeignet.

Ratgeber: Fragen, mit denen du dich beschäftigen solltest, bevor du ein Bett aus Holz kaufst

Bevor du ein Bett aus Holz kaufst, gibt es sicher Fragen die du gerne beantwortet hättest. In unserem Ratgeber zu Betten aus Holz haben wir die wichtigsten Fragen zusammengefasst. Unser Ratgeber soll dir helfen, das richtige Bett aus Holz zu finden.

Was ist das Besondere an einem Bett aus Holz und welche Vorteile bietet es?

Holz ist ein natürliches Material. Dadurch bringt ein Bett aus Holz eine besondere Atmosphäre in dein Schlafzimmer. Als Naturprodukt bietet Holz im Vergleich zu Stoff oder Metall viele Lebendmerkmale wie Astlöcher, Kerben und Risse im Holz. Diese Besonderheit führt dazu, dass jedes Bett zum Einzelstück wird.

Holz punktet weiters durch seine Langlebigkeit. Ein Bett aus Massivholz oder Vollholz kann zerlegt und neu zusammengebaut werden und mit der richtigen Pflege ist es ein Leben lang ein Begleiter. Durch die vielen Designmöglichkeiten und die große Auswahl die von Balkenbetten über Schwebebetten bis hin zu Stapelbetten reicht, ist für jeden Geschmack etwas dabei.

Ein Bett aus Holz ist in unterschiedlichen Designs und Holzarten erhältlich. Durch Lebendmerkmale im Holz wie Astlöcher, Kerben und Risse wird jedes Bett zum Einzelstück. (Bildquelle: Anne Nygard / unsplash)

Bettgestelle aus Holz haben den Vorteil, dass die Komforthöhe und Bettgröße gut an die individuellen Wünsche angepasst werden kann. Dazu muss keine teure Maßanfertigung bestellt werden. Auch wenn du dein Holzbett im Online-Handel bestellst, hast du meist die Auswahl zwischen verschiedenen Holzarten, Komforthöhen und Bettgrößen.

Betten aus Holz besitzen weiters Eigenschaften, die sich positiv auf deine Gesundheit auswirken und einen guten Schlaf fördern. Besonders zu erwähnen sind hier Holzbetten aus Wildeiche, Kernbuche, Kernesche und Zirbe. Ob Betten aus Holz, im Vergleich zu Metallbetten, Elektrosmog von Smartphone oder Fernseher fernhalten, konnte bisher wissenschaftlich nicht bestätigt werden.

Betten aus unbehandelten Naturhölzern sind wärmeregulierend.

Holz kann mit natürlichen Ölen und Wachsen behandelt werden, um Haltbarkeit und leichte Reinigung zu gewährleisten. Betten aus unbehandelten Naturhölzern sind weiters wärmeregulierend. Ein Bett aus Holz wird einfach mit einem trockenen oder feuchten Tuch abgewischt.

Welche Holzarten eignen sich für ein Bett aus Holz?

Wenn du dich für ein Bett aus Holz entscheidest, kommst du mit Holzarten wie Weich- und Hartholz aber auch mit Begriffen wie Massivholz, Teilmassivholz, Vollholz oder Furnier in Berührung. Wir erläutern hier die Unterschiede sowie die Vor- und Nachteile.

Massivholzbett

Der Begriff Massivholz ist in der Norm DIN 68671 definiert. Betten aus Massivholz sind durchgehend aus dem gleichen Holz gefertigt. Vorzugsweise werden Harthölzer wie Eiche und Buche verwendet, da diese robust und weniger anfällig für Kratzer und Dellen sind. Doch auch Weichhölzer wie Kiefer oder Zirbe werden verarbeitet. Sie bieten den Vorteil, dass sie leichter sind. Massivholzbetten sorgen zusätzlich für ein gesundes Raumklima.

Pros
Sehr stabil
Langlebig
Vielseitig in Form und Farbe
Man kann sie nachschleifen und aufbereiten
Immer ein Unikat
Cons
Holz arbeitet und kann sich verziehen
Verfärbt sich durch Sonneneinstrahlung
Eher hochpreisig
Benötigt eine geeignete Holzpflege

Massivholz neigt dazu, Feuchtigkeit abzugeben aber auch aufzunehmen. Umgangssprachlich sagt man „Holz arbeitet“. Daher soll auf ein gutes Raumklima mit einer Temperatur zwischen 18 °C und 20 °C und einer relativen Luftfeuchtigkeit von 50 bis 60 Prozent geachtet werden. Kurze Schwankungen stellen kein Problem dar. Änderungen in Temperatur oder Luftfeuchtigkeit über längere Zeit können das Holz beeinträchtigen.

Teilmassivholzbett

Bei teilmassiven Holzbetten werden tragende Teile und Fronten in Massivholz gefertigt. Bei nicht sichtbaren Anteilen wie Schubladenteilen oder Rückwänden werden Nachbildungen gefertigt. Zum Einsatz kommen Hartholz und Weichholz.

Pros
Natürliche Haptik
Sehr stabil
Langlebig
Cons
Massivholzanteil kann sich verziehen
Farbveränderungen durch Sonnenstrahlung im Massivholzanteil
Unschöne Farbentwicklung zwischen Massivholz und nicht massiven Elementen

Ein Bett aus Teilmassivholz unterscheidet sich auf den ersten Blick kaum von einem Massivholzbett, ist aber um einiges günstiger in der Produktion und wird daher auch preiswerter angeboten.

Vollholzbett

Hierbei handelt es sich um direkt aus dem Stamm des Baumes gesägte Bretter. Durch Auftrennen der Bretter zu Streifen und Zusammenleimen gegen die Wuchsrichtung reißt das Material nicht und verzieht sich kaum. Außerdem entstehen dadurch schöne Maserungen. Auch hier bietet Hartholz robustere Bettrahmen.

Pros
Sehr stabil
Langlebig
Vielseitig in Form und Farbe
Nachschleifen und aufbereiten ist möglich
Schöne Maserungen
Cons
Verfärbt sich durch Sonneneinstrahlung
Eher hochpreisig
Hohes Gewicht
Benötigt geeignete Holzpflege

Bei Betten aus Massivholz handelt es sich häufig um eine Kombination aus Massivholz und Vollholz. Durch das Verleimen kurzer Reststücke kann hier nachhaltig gearbeitet werden. Vollholz wird meist per Hand selektiert und abgeschliffen.

Bett aus Furnier

Der Begriff Furnier ist in der DIN 4079 Norm festgelegt. Es handelt sich um dünne Holzblätter, die direkt vom Stamm gewonnen werden. Die Furnierblätter werden auf tragende Platten aus Furnierholz oder Spanplatten verleimt. Da aus einem Kubikmeter Holz etwa 1500 Quadratmeter Furnier gewonnen werden, ist es ergiebiger und preiswerter als Massivholz.

Pros
Natürliche Haptik
Kein Verziehen oder Reißen
Leicht
Lässt sich schnell zusammenbauen
Preisgünstig
Cons
Tiefgehende Kratzer sind kaum zu reparieren
Furnier kann sich lösen
Kann nicht nachgeschliffen werden
Verfärbt sich durch Sonnenlicht
Quillt bei Feuchtigkeit schnell auf

Furnier wird auch häufig als Echtholzfurnier angeboten. Echtholz bedeutet, dass die Oberfläche und alle sichtbaren Teile aus Holz sind. Das bedeutet, sowohl ein Massivholzbett als auch ein furniertes Bett können den Begriff Echtholz tragen.

Was sind Massivholzbetten?

Bei Betten aus Massivholz handelt es sich um Bettgestelle, die durchgehend aus dem gleichen Holz gefertigt sind. Spanplatten oder farbige Lackierungen werden nicht verwendet. Die Betten sind rustikal, langlebig und robust. Das Bettgestell bildet eine solide Grundlage für die Unterfederung und die Matratze.

Unterschieden wird auch die Härte der Holzart. Eiche und Buche gelten als sehr hart, während Fichte und Kiefer weiche Hölzer sind. Harthölzer sind langlebiger und stabiler und eignen sich daher besser für Doppelbetten und Kinderbetten. Diese Holzarten enthalten außerdem weniger Harz und sind für Allergiker geeignet.

Ein Plus von Holzbetten sind die unterschiedlichen Maserungen und Farbtöne. Sondermaße und Gestaltungselemente sind leicht realisierbar. Auch Langlebigkeit und der positive Einfluss auf die Gesundheit sprechen für Betten aus Holz. Ein Holzbett solltest du als langfristige Investition sehen.

Die farbliche Veränderung steht bei einem Bett aus Holz für Qualität.

Ein Bett aus Massivholz dunkelt mit der Zeit etwas nach. Dabei spielen Licht, Sonne und Wärme eine tragende Rolle. Wie schnell die Verfärbung eintritt hängt von Holzsorte und Standort des Bettes ab. Die farbliche Veränderung steht bei einem Bett aus Holz für Qualität und verleiht dem Bett einen speziellen Charakter und Natürlichkeit.

Wie groß sind Betten aus Holz in der Regel?

Ein Bett aus Holz bietet den Vorteil, dass es in vielen verschiedenen Abmessungen erhältlich ist. Auch Überlängen oder Sonderanfertigungen sind keine Seltenheit.

Die übliche Abmessung eines Doppelbettes beträgt 180 x 200 Zentimeter. Einzelbetten sind regulär 90 x 200 Zentimeter groß. Eine Länge von 190 Zentimetern aber auch Überlängen von 210 oder 220 Zentimetern werden genauso angeboten wie King-Size-Bed Größen von 120 x 200 Zentimetern oder 140 x 200 Zentimetern.

Bezüglich der Höhe des Bettrahmens achte auf deine Sitzhöhe. Die ideale Höhe ermittelst du, indem du dich auf die Bettkante setzt und dein abgewinkeltes Knie einen 90-Grad-Winkel bildet. Damit die Matratze nicht verrutscht, sollte dein Bett eine Einlegetiefe von mindestens 3 Zentimetern aufweisen. Solltest du Bettkästen einplanen, so ist der Abstand zwischen Boden und Bettrahmen bzw. Lattenrost wichtig.

Wenn du die richtige Größe für dein Bett nicht findest oder du aufgrund des Platzes im Schlafzimmer spezielle Maße benötigst, kannst du auf Sonderanfertigungen zurückgreifen. Auch im Online-Handel können individuelle Anfertigungen gegen einen geringen Aufpreis realisiert werden. Somit kann das Bett an den verfügbaren Platz im Schlafzimmer angepasst werden. Doch beachte bitte, Sonderanfertigen sind meist vom Rückgaberecht ausgeschlossen.

Gibt es auch Holzbetten ohne Metall?

Aufgrund der Annahme, dass Mobilfunknetze, GPS- und Radiosignale, Wireless-LAN, Strom, Computer, Handy und TV-Geräte strahlungsintensiv sind und einen guten Schlaf stören können, steigen Angebot und Nachfrage von Holzbetten ohne Metall. Wenn du sensibel reagierst und unter Schlafstörungen, Schwindel, Kopfschmerzen oder Übelkeit leidest, kann das Metall in deinem Bett ausschlaggebend sein.

Metallfreie Betten bieten trotzdem höchste Stabilität und Haltbarkeit. Das besondere Design entsteht durch eigens angefertigte Eck- und Rahmenverbindungen. In diesem Fall fixieren spezielle Laschen und Dübel die losen Holzteile zu einem stabilen Bettgestell. Auf die Oberfläche hat die metallfreie Verarbeitung keinen Einfluss.

Die verleimten oder gesteckte Holzverbindungen leiern nicht aus und können mühelos und ohne Spezialwerkzeug auf- und abgebaut werden. Qualität und Funktion werden dadurch nicht beeinträchtigt. Ein weiterer Vorteil ist, dass ein Massivholzbett ohne Metall nicht knarrt und quietscht, da häufig Metallverbindungen ausschlaggebend für diese Geräusche sind.

Worauf kann ich bei Design und Funktionalität eines Holzbettes achten?

Durch Verästelungen, Risse und Kerben im Material wird dein Holzbett immer ein Unikat sein. Um eine Verbindung zu anderen Möbeln herzustellen, können Holzart und Farbton darauf abgestimmt werden. Sockel und Metallfüße oder ein Kopfteil aus Stoff und Leder bilden Kontraste.

Das Design wird auch durch die Form der Betten geprägt. Weich und geschwungen oder klar und schlicht. Daher ist vom Landhausstil über skandinavische Betten bis hin zu puristischen Schlafzimmern alles möglich. Hier findest du eine Auflistung der am häufigsten gefragten Stile bei Holzbetten:

StilCharakteristika
LandhausstilWirkt gemütlich und rustikal. Verwendet werden Holz, Rattan, Leder und Fell. Gedrechselte oder geschnitzte Details am Bettrahmen und Gebrauchsspuren sind erwünscht.
Nordischer StilSkandinavische Betten sind aus Massivholz. Sie sind lackiert oder unbehandelt. Holztruhen, Decken und Fell werten den Stil auf.
Retro StilTypisch sind Betten aus Teakholz, geometrische Muster, Pastelltöne und Knallfarben. Alte Betten der 50er und 60er Jahre finden hier einen Platz.
Boho ChicDer Hippie Chic der 60er und 70er Jahre verlangt Betten aus Rattan oder Holz sowie Ethnomuster, Patchwork und Batik.
Mid-Century StilDer Stil punktet durch hohe Funktionalität und zeigt Schlafzimmer der 50er und 60er Jahre. Schlanke Bettfüße, Bodenfreiheit und Metall dürfen sein.
Vintage StilZeigt Betten aus Holz mit einfachen, geradlinigen Formen. Schwere Möbel und Schnitzereien sowie die Behandlung mit Schellack sind gefragt.
Puristischer StilPuristische Schlafzimmer sind funktional, die Möbel besitzen streng geometrische Linien und klare Formen.
Minimalistischer StilDer Stil reduziert sich auf das Wesentliche. Klare Linien und Formen sowie Stauraum für Ordnung sind ein Markenzeichen im Schlafzimmer.

Bezüglich Funktionalität ist bei Holzbetten mehr möglich als bei anderen Betten. Fast jedes Bett kann in der Rahmenhöhe und Größe individuell angepasst werden. Dadurch, dass Lattenrost und Matratze nicht fix in das Bett eingebaut sind, kannst du auch diese Elemente auf deine Bedürfnisse abstimmen. Auch Schubladen, ein Bett ohne Bettfüße oder schwebende Holzbetten sind möglich. Den Ideen sind keine Grenzen gesetzt.

Was kostet ein Bett aus Holz?

Die Preisspanne bei Betten aus Holz ist groß. Der Preis hängt dabei stark von der Holzart, dem Stil, der Verarbeitung, der Größe und der Empfindlichkeit des Holzes ab und ist ein Indikator für die Qualität.

Ein Bett aus Furnier zählt zu den günstigeren Varianten und ist bereits ab etwa 200 € erhältlich. Furnier wird als kurzlebig eingestuft, da Kratzer und Dellen kaum zu entfernen sind und die Betten häufiger getauscht werden. Dies schlägt sich auch im günstigeren Preis nieder.

Die Preise von Holzbetten richten sich nach der Holzart, dem Stil, der Verarbeitung und der Empfindlichkeit des Holzes. Der Preis kann als Indikator für Qualität herangezogen werden. (Bildquellen: Gaurav Dhiman / unsplash)

Günstige Massivholzbetten sind ab etwa 500 € erhältlich. Sie sind langlebig und pflegeleicht. Je nach Stärke des Bettrahmens, Größe und Holzschutz variiert der Preis.

Vollholzbetten oder Betten aus massiven Balken können je nach Bett auch über 2.000 € kosten. Die günstigeren Varianten bestehen meist aus Kiefernholz, die teuren aus Buchen- oder Eichenholz. Buche und Eiche sind hart und unempfindlich. Dadurch ergeben sich Eigenschaften wie Langlebigkeit und einfache Pflege. Sie können abgeschliffen und neu geölt werden. Diese Qualitätsmerkmale haben ihren Preis.

Wo kann ich ein Bett aus Holz kaufen?

Betten aus Holz kannst du in zahlreichen Möbelgeschäften, bei Tischlern und auch Online erwerben. Wenn du ein hochwertiges, langlebiges Holzbett im Online-Handel kaufen möchtest, empfehlen wir dir folgende Händler:

  • Amazon.de
  • Ebay.de
  • Schlafwelt.de

In den aufgelisteten Shops hast du die Möglichkeit eine Produktbeschreibung zu lesen und dir einzelne Funktionen der Betten anzusehen. Alle in diesem Artikel gezeigten Holzbetten sind in einem der angeführten Online-Shops erhältlich.

Wie baue ich ein Bett aus Holz selbst?

Ein Bett soll bequem sein und zum persönlichen Stil passen. Mit der passenden Anleitung, Werkzeug und ein paar Holzbalken kannst du dein Massivholzbett sogar selber bauen.

Bevor du startest, solltest du dir ein paar Gedanken zu deinem künftigen Holzbett machen. Achte auf die Zimmergröße und wie du dein Bett stellen möchtest. Wichtig sind zusätzlich Stabilität und leichte Pflege. Dies hängt von der Holzart ab. Günstiger sind Weichhölzer wie Kiefer, robuster hingegen sind Harthölzer wie Buche oder Eiche.

Überlege dir, ob du Stauraum unter dem Bett möchtest. Für Bettkästen benötigst du ausreichend Platz unter dem Bett aber auch seitlich zum herausziehen.

Für den Lattenrost muss der Bettrahmen etwas größer sein, damit deine Unterfederung in den Rahmen passt. Die Matratze liegt idealerweise ein paar Zentimeter im Rahmen, damit sie nicht verrutscht.

Wie pflege ich ein Bett aus Holz?

Je nachdem ob das Holz lackiert, geölt oder gewachst ist, reagiert es mehr oder weniger empfindlich auf Staub, Wasser und äußere Einflüsse. Für die Reinigung deines Holzbettes reicht ein trockenes Tuch. Verliert das Holz mit der Zeit an Glanz und Farbe, so kannst du das Bett auch mit einem feuchten Tuch abwischen und trocken nachwischen.

Silikonöle oder Mineralölderivate dringen in das Holz ein und lassen sich nicht mehr entfernen. Diese findest du häufig in Polituren. Die Oberfläche kann nicht mehr restauriert werden und dein Bett verliert an Wert. Solltest du ein Pflegemittel verwenden, so stimme dies genau auf Holzart und Holzschutz ab.

Wie du dein Bett aus Holz am besten reinigst, findest du in der folgenden Tabelle:

HolzschutzWirkungReinigung
ÖlÖl dringt in das Holz ein und schützt die Oberfläche vor Feuchtigkeit und Schmutz.Abwischen mit einem trockenen Tuch. Hartnäckige Verschmutzungen können durch Schleifen und Auftragen einer neuen Ölschicht entfernt werden.
WachsWachs zieht nur oberflächlich in das Holz ein, es wird fest und härtet aus. Wird das Möbel danach gebürstet, festigt sich die Wachsschicht zusätzlich und zeigt gleichmäßigen Glanz.Reinigung mit einem trockenen Tuch, ab und an mit einem feuchten Tuch möglich.
LackEine Lackoberfläche bildet einen geschlossenen Film. Das Holz kann kein Wasser aufnehmen, die Oberfläche ist strapazierfähig.Die Reinigung erfolgt mit einem trockenen Tuch. Abwischen mit einem nassen Tuch ist zu vermeiden, es bilden sich Wasserflecken. Haushaltsübliche Reiniger zerkratzen den Lack

Wenn du dein Holzbett regelmäßig reinigst und Flecken und Kratzer entfernst, schützt du es am besten. Wasser, Wein und Kaffee wirken genauso schädlich wie Putzwasser. Lichtflecken gleichen sich durch gleichmäßige Bestrahlung mit Sonnenlicht wieder aus.

Warum knarrt und quietscht mein Holzbett?

Wenn dein Bett knarrt und quietscht, geht es um die Ursachenforschung. Was kann das knarren verursachen?

  • Fußboden: Steht dein Bett auf einem Holzfußboden, so kann dies die Ursache sein. Entweder reiben die Bettfüße auf dem Boden oder es ist der Fußboden, der knarrt. Ist es das Bett, dann einfach einen Filz auf die Füße kleben. Somit wird die Reibung von Holz auf Holz verhindert.
  • Lattenrost: Der Lattenrost kann auf dem Bett reiben, hier können ebenfalls Filzstreifen oder Vlies helfen. Sind es einzelne Latten, so können kaputte ersetzt werden oder Latten verstärkt werden. Ist eine Latte verrutscht, so kannst du diese einfach wieder an ihren Platz schieben und eventuell festnageln.
  • Bettgestell: Wenn das Bettgestell knarrt, können die Schrauben nachgezogen werden. Ist das Bett verleimt, so kann dieses zusätzlich verschraubt werden, um das Knarren loszuwerden.
  • Matratze: Alte Federkernmatratzen oder minderwertige Matratzen können nach einiger Zeit quietschen. Identifiziere die Stelle und lege ein flaches Stück Holz unter den Platz. Teste, ob das Quietschen weg ist und auch, ob dich das Stück Holz stört. Wenn du deine Matratze regelmäßig wendest, kannst du dem Quietschen ebenfalls vorbeugen.

Generell gilt, dass knarrende und quietschende Geräusche nicht auf ernsthafte Schäden an deinem Holzbett zurückzuführen sind. Die Ursache kann meist auch leicht behoben werden. Holz arbeitet und verändert sich. Darum benötigt es ab und an eine Wartung.

Wodurch zeichnen sich nachhaltige Holzbetten aus?

Aus ökologischen und wirtschaftlichen Gründen sind regionale Holzbetten importierter Ware vorzuziehen. Der Kauf von regionalem Holz führt zu kürzeren Transportwegen, was die Umwelt schont. Weiters wird der regionale Arbeitsmarkt unterstützt. Bei Auslandsimporten können chemische Behandlungen der Hölzer kaum zurückverfolgt werden.

Bei Öko-Holzbetten wird der ökologischen Fußabdruck klein gehalten. Dies geschieht durch die Verwendung natürlicher Rohstoffe, die verantwortungsvoll gewonnen und verarbeitet werden. Öko-Betten werden meist aus Massivholz gefertigt. Das Holz stammt aus Europa und trägt das FSC-Siegel oder das PEFC-Siegel. Die Holzoberflächen werden mit natürlichen Ölen und Wachsen behandelt. Leim und Kleber sind schadstofffrei. Als Textilien finden natürliche Materialien wie Baumwolle oder Hanf Verwendung.

Organisationen, die nachhaltige Waldwirtschaft unterstützen sind das „Forest Stewardship Council“ (FSC), sowie das „Programme for the Endorsement of Forest Certification Schemes“ (PEFC). Beide stehen für nachhaltige Bewirtschaftung der Wälder weltweit. Ein PEFC-Siegel zeichnet ein Produkt aus, dass vom Rohstoff bis zum Endprodukt zertifiziert ist.

[1] http://www.fachwerkhaus.de/naturholz-vs-furnier-betten.html

[2] https://www.baunetzwissen.de/holz/fachwissen/baustoff-holz

[3] https://www.medizin-transparent.at/elektrosmog-besser-schlafen-ohne-metall

[4] https://pefc.de

[5] https://de.wikipedia.org/wiki/Forest_Stewardship_Council